Architekturfotograf Alexander Bernhard

Mein Ziel ist es das Gebäude im Sinne des Gebäudes abzulichten, also eine idealisierte Darstellung von Architektur, bei der nichts profanes vom Bauwerk ablenken darf.

Über mich:

Bei der fotografischen Auseinandersetzung mit Architektur, ist für mich die Frage der Atmosphäre, nach der Komposition sehr wichtig geworden – also welche Lichtstimmung ist passend für das Gebäude? Oder anders, wie sollte das Wetter sein, um den Charakter des Bauwerks zu stärken? Bewölkt, Sonne, Regen, usw.?

Als Architekturfotograf sind mir die meisten Dinge während des Fotoshootings gegeben: Das Gebäude mit allen Details, der Ort an dem es steht und selbst auf das Wetter habe ich keinen Einfluss. Die Kunst ist es spontan und flexibel zu sein, um mich den Launen des Wetters und den Gegebenheiten des Ortes am Besten anpassen zu können.

Während des Studiums wurden wir immer darauf getrimmt die Frage der Bildaussage pass genau beantworten zu können, ganz im Sinne Paul Watzlawicks Zitats: „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ Mittlerweile ist mir die Bedeutung und Tragweite dieser Auseinandersetzung in Bezug auf Ästhetik und Fotografie bewusst und fester Bestandteil meiner Arbeit geworden.

Mittelformat Kameraequipment

Die spezielle Fachkamera und die digitale Mittelformatkamera, sind hervorragende Werkzeuge mit einer unglaublichen Abbildungsqualität.

Schon in der analogen Fotografie lieferte das Mittelformatsystem eine besondere Bildästhetik; im Vergleich zum Kleinbild. In der digitalen Fotografie ist es nicht anders und ich würde es so beschreiben: „Atemberaubend! Zauberhaft! Magisch! Die Bilder haben einfach eine unbeschreibliche Aura, eine Ästhetik mit einzigartigem Detailreichtum in einer unfassbaren Abbildungsqualität.

Die Mittelformatkamera besteht aus drei einzelnen Modulen: Dem Objektiv, das hochauflösend das Motiv für das digitale Rückteil einfängt. Hier wird anschließend das Licht mit 100 Millionen Pixel atemberaubend scharf und umfangreich gespeichert – es entsteht ein Foto! In der Mitte verbindet das Kameragehäuse Objektiv und Rückteil miteinander und ermöglicht die parallele Achsenverschiebung des Bildes; eine der wichtigsten, technischen Gestaltungsmöglichkeiten in der Architekturfotografie.

Kameras / Equipment:

Eine Cambo WRS 1600 Fachkamera und eine Phase One XF Mittelformatkamera mit dem digitalem Rückteil Phase One IQ3 mit 100 Millionen Auflösung.

Objektive:

  • Rodenstock HR Digaron-W       32 mm
  • Rodenstock HR Digaron-W       40 mm
  • Schneider-Kreuznach Digitar    60 mm
  • Phase One Digital AF f/4,5      28 mm
  • Schneider-Kreuznach LS f/2,8  80 mm

Digitale Bildnachbearbeitung

Schon immer war die Bildnachbearbeitung ein wichtiger Bestandteil professioneller Fotografie, unabhängig ob analoge oder digitale Bildentwicklung. Das digitale Rohbildmaterial (RAW-Dateien) lässt sich jedoch mit einer standarisierten Bildnachbearbeitung unfassbar schnell Entwickeln. Des Weiteren sind viele anderen Nachbearbeitungsprozesse vereinfacht und es gibt wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten, im Vergleich zur analogen Fotografie.

Sobald es aber um individuelle Farbstimmungen und Bildatmosphären geht oder gar um das entfernen störender Elemente im Bild (Retusche), wird es digital ebenfalls aufwendig. Gerade in der Architekturfotografie ist die Retusche ein wichtiges Nachbearbeitungsinstrument, den allzu oft stehen Autos, Fahrradständer, Straßenschilder etc. und Passanten im Bildausschnitt und lenken vom eigentlichen Motiv ab – dem Bauwerk. Mein Ziel ist es das Gebäude im Sinne des Gebäudes darzustellen, also eine idealisierte Architekturfotografie im Stile der „Città ideale“ von Piero della Francesca: im Gegensatz zur Wirklichkeit soll nichts profanes die Baukunst und -ästhetik stören.

Kundenstimmen

Ich habe meine Berufung als Architekturfotograf gefunden und setzte jedes Projekt mit
110 %igen Engagement um. Deshalb sagen langjährige Auftraggeber folgende Dinge
über mich und meine Arbeit.

Christina Senft - Marketing Managerin Gima / Moeding

Lieber Herr Bernhard, vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit im vergangen Jahr! Die Ergebnisse sind wirklich sehr toll geworden und ich freue mich auf viele weitere spannende Projekte, die wir gemeinsam angehen können.

Martin Duwe - Architekt

Jedes Mal, wenn ich Vorabzüge Deiner Bilder zum ersten mal anschaue, geht mir durch den Kopf, dass Deine Fotos von meiner Arbeit mir trotz aller vorab besprochener Inszenierung, einen anderen Blickwinkel vor Augen führen, der mir, wahrscheinlich aus der Macht der Gewohnheit heraus oder wegen des Phänomens des berühmten Waldes, den man vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, besser gefällt als meine eigene, strapazierte Wahrnehmung. Schönheit entsteht eben doch im Auge des Betrachters. Deine Arbeit als Fotograf ermöglicht mir einen oder zwei Schritte vom eigenen Werk zurück zu treten und auf mich wirken zu lassen, als ob ich es zum ersten Mal sehen würde. Daraus entsteht eine notwendige kritische Distanz, um aus der eigenen Arbeit ständig lernen zu können. In diesem Punkt sind wir uns sehr ähnlich.

Solveig Merten - Bauherrin

Lieber Herr Bernhard, vielen Dank für das schöne Buch von unserem Haus, Ihr Magazin und das nette Schreiben. Sehr interessant und schön ist es unser Haus aus den Augen eines anderen zu sehen. Für jeden sind ja andere Dinge wichtig und so öffnen sich auch neue Aspekte.
Ihr Magazin gefällt mir besonders gut. Die künstlerische Seite kommt sowohl bei den Naturbildern, als auch bei den Bildern von Häusern, Menschen und Firmen stark zur Geltung und auch der rote Faden ist für mich klar zu erkennen. Besonders toll ist das Bild von Ihnen am Schluss, perfekte Inszenierung und Zusammenspiel von Farben und Formen.

Stephan Braunfels - Architekt

Es freut und ehrt mich, dass Ihr erster Beitrag für Instagram sieben – sehr gute - Photos meiner Pinakothek der Moderne sind! Auch Ihr Kommentar ist sehr interessant... allerdings finde ich, dass es inzwischen viele Photos gibt, die meine architektonischen Absichten sehr gut wiedergeben... die vielen Durchblicke und Perspektiven habe ich seinerzeit mit großen Modellen simuliert – und alles war später so wie ich es geplant hatte. In den Büchern die 2002 zur Eröffnung erschienen sind (heute leider alle vergriffen, aber antiquarisch erhältlich) sind viele schöne Blicke photografisch wunderbar erfasst...