FRIEDENSKIRCHE

Möchte man sich vom touristischen Treiben um eine der großartigsten spätmittelalterlichen Befestigungswerke, der Burg Burghausen entfernen, lädt der Kirchenvorplatz der Friedenskirche dazu ein. Man lässt den hektischen Touristenstrom hinter sich, macht eine Pause und es fällt einem vielleicht erst garnicht auf. Hier steht eine Skulptur von Alf Lechner und dahinter, auf Sichtachse eine Kirche!

Die Architekten Neumeister und Paringer haben hier ein Gesamtkonzept für den Innen- und Außenraum der evangelischen Friedenskirche entwickelt. Fühlt man sich nun angezogen, ist am Ende der Sichtachse unverkennbar der Eingang des sakralen Bauwerks.

Im Inneren wartet ein großer, homogener Kirchenraum auf seinen Besucher. Der Altar, der Ambo und das Taufbecken sind ebenerdig; noch nicht einmal der Schieferboden macht einen Unterschied zwischen Klerus und Gläubigen. Ganz im Sinne der Heiligen Schrift: „Vor Gott sind alle Menschen gleich“.

Hinter dem Altar blieb eine Tuffsteinwand erhalten, ein Bezug zur Burghauser Burg und eine Erinnerung an die Klagemauer in Jerusalem. Zwei je vier Meter lange Metall-Schwingen der Künstlerin Meide Büdel zieren nun die Wand wie die Flügel der Friedenstaube.

Architekt und Auftraggeber

  • NEUMEISTER & PARINGER ARCHITEKTEN BDA PARTNERSCHAFT MBB

Umsetzung

  • Juni 2020, Burghausen